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Schnadezug der Schützengesellschaft Rhoden am So., 12.6.22

Rhoden, 12.06.2022

Landauf, Landab wird über wieder stattfindende Veranstaltungen der Vereine nach den
beiden Corona-Jahren berichtet. Nicht anders erging es der Schützengesellschaft 1560
Rhoden e. V. Nachdem der Schnadezug im letzten Jahr kurzfristig doch abgesagt werden
mußte, konnte er am letzten Sonntag (alternativ 12.6.22) endlich durchgeführt werden.

Die Schützenbrüder- u. Schwestern sowie die interessierten MitbürgerInnen trafen sich
um 08:30 Uhr auf dem Kirchplatz. Hier wurden sie von Kommandeur Lothar Melcher
begrüßt. Ein längerer “Anmarsch” zur Wrexer Quast- oder auch Schutzhütte stand bevor,
so dass man sich zügig über die Hagenstraße und den alten “Maschinenplatz” auf den Weg
machte. Voraus die Schnadefahne und einige Spielleute des Musikcorps der SG, natürlich
auch der Vorsitzende der Schnadekommission Friedhelm Gerke, der amtierende Schützenkönig Günter Grineisen, Silberkönig Harald Grineisen und Vorsitzender Reinhold Polzer.

Nach schweißtreibenden Anstieg zum Quast erreichte man nach einer Stunde die Wrexer Schutz-
hütte im Nordosten der Rhoder Gemarkung. Hier wurden die Schnadefreunde von der 3. Kompanie
unter ihrem Hauptmann Rolf Sinemus bereits mit gekühlten Getränken erwartet. Der Vorstand der
Schützengilde Wrexen mit König Rainer Rabe und Vorsitzenden Dr. Lars Köcher stießen ebenso hinzu
wie eine Abordnung aus Wethen mit Ortsvorsteher Nils Rosenstock.

Pfarrerin Claudia Engler hielt nun ab 10:00 Uhr einen zum Nachdenken anregenden Gottesdienst,
der vom Posaunenchor Rhoden und dem Männergesangverein Rhoden musikalisch umrahmt wurde.

Danach begrüßte Vorsitzender Reinhold Polzer die Anwesenden, u. a. Bürgermeister und Major
der SG Elmar Schröder. Er bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des Tages beitragen werden
oder bereits beigetragen hatten. Friedhelm Gerke und Markus Hübel gaben Erläuterungen zur
bevorstehenden Strecke und zur Gemarkungsgrenze zu Wrexen und Wethen im Norden und Osten
von Rhoden. Verabschiedet wurde nach vielen Jahren in der Schnadekommission Richard Klaus,
der einen historischen Grenzstein “en Miniatur”, gefertigt von Roland Melcher, überreicht bekam.
Neu begrüßt in der Schnadekommission wurden Lars Meier (3. Kompanie) und Roland Melcher (2. Kompanie).

Quelle: Privat / M.Gerke

Nach Einnahme eines rustikalen Frühstücks, ebenfalls von der 3. Kompanie bereitet, machten sich
dann ca. 130 Schnadefreunde auf den Weg. Diese sollten mit ihrem Allerwertesten Bekanntschaft
mit 9 Historischen Grenzsteinen machen: “Auf den Stein, auf die Grenze, bleibt in Ewigkeit”, so der
jeweilige Spruch des Schnadekundigen Friedhelm Gerke. Die ersten drei Steine konnten nur über einen
Pfad – leicht aufwärts – erreicht werden. In der Nähe der Quastquelle erreichte der Zug einen befestigten
Waldweg. Vorbei an “Stockstein”, der zweithöchsten Erhebung im Quast, und der noch teilweise erhaltenen
Wallanlage “Wahlsburg”, erreichte man den Drei-Grenzenstein Wethen, Wrexen, Rhoden. Nach weiteren
4 Steinen, die “Quastholle” ließ man rechts liegen, erreichte man den letzten Stein zur Wethener Gemarkung hin am Ende des Waldes in Ri. Kreisstraße 1.

Quelle: Privat / M.Gerke

Insgesamt wurden 75 Schnadefreunde auf den neun Steinen vom “Stutzkommando” Erik Stöckel und
Carsten Engelhardt gestutzt. Darunter auch die Majestäten Rainer Rabe, Günter u. Silvia Grineisen,
Harald und Elfriede Grineisen und auch die Abordnungen aus Wethen. Ein kräftigender Trunk und die
obligatorische Schnadenadel durfte natürlich nach dem Stutzen nicht fehlen. Die 3. Kompanie stellte auch unterwegs die Verpflegung sicher.

Fast nur bergab erreichte man dann die Laubach. Hier wurde dann unter Berücksichtigung der erforderlichen Sicherheit vor dem Haus und auf der Straße beim Vorsitzenden Reinhold Polzer die verloren gegangene Geselligkeit wieder gepflegt.

Besonders hervorzuheben ist hier, dass der Musikverein Marsberg ab 14:30 Uhr zünftig aufspielte und zur stimmungsvollen Unterhaltung beitrug. Gemütlich klang dann der diesjährige Schnadezug der Schützengesellschaft Rhoden am Abend aus. Man freut sich auf die – hoffentlich – jährliche Wiederholung, außer im Schützenfestjahr 2025.

Ein besonderer Dank gilt allen Schützenbrüdern- u. Schwestern der 3. Kompanie für die hervorragende
Bewirtung an diesem sonnigen Tag.

Malte Gerke,
Mitglied Schnadekommission
und Geschäftsführender Vorstand