Bericht zur Mitgliederversammlung 2015

Heiße Phase für das Historische Schützenfest hat begonnen

„Wenn in Rhoden die Bärte länger werden, ist das Schützenfest nicht mehr weit“. Die Vorbereitungen für das historische Schützenfest in Rhoden, was nach fünfjähriger Pause vom 24. bis 27. Juli gefeiert werden soll, laufen auf Hochtouren.

Der aktuelle Stand der Vorbereitung wurden im Rahmen der Jahreshauptversamm-lung im Samstag im Krug den zahlreich anwesenden Schützenbrüdern vorgestellt. Neben rund 120 Schützenbrüdern konnte Geschäftsführer und 2. Vorsitzender Claus Wetekam, der den kurzfristig erkrankten Vorsitzenden Jürgen Pätsch bei der Sitzungsleitung vertrat, den amtierenden König Reinhold Polzer, die ehemaligen Könige Wilhelm Obermeier und Harald Grineisen, sowie den Kommandeur Lothar Melcher bei der der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung begrüßen.
Die politischen Gremien wurden von Bürgermeister Elmar Schröder, gleichzeitig Major der Schützengesellschaft Rhoden, vertreten. Elmar Schröder informierte in seinem Grußwort als Bürgermeister traditionsgemäß die Schützenbrüder über die im laufenden Jahr anstehenden Bauarbeiten im Stadtteil Rhoden. Im besonderen Interesse steht dabei für die Schützengesellschaft Rhoden die Fertigstellung der Baumaßnahmen am Schloßplatz, da dieser Bereich als Aufstellungsort für den großen Historischen Festzug am Schützenfestsonntag mit rd. 2.000 Teilnehmern benötigt wird.

Auch der Bereich hinter der Stadthalle, wo im Zuge des Abrisses des ehemaligen Bauhofes und weiterer Gebäude eine attraktive Freifläche geschaffen wurde, die für den Aufbau des großen Landsknechtslagers genutzt werden soll, muss noch abschließend hergerichtet werden.
In seinem Jahresbericht erinnerte Claus Wetekam nochmals an die zahlreichen Termine der Rhoder Schützen im letzten Kalenderjahr. So wurden unter anderem die Freischießen in Freienhagen und Mengeringhausen sowie das Schützenfest in Wormeln besucht.
Claus Wetekam bedankte sich bei allen Schützenbrüdern für die zahlreiche Teilnahme. Besonders bedankte sich Claus Wetekam bei Hermann Klaus für die Betreuung der vereinseigenen Hütte auf der Hude und bei Zeugwart Carsten Ständecke, der sich bei allen Anlässen um den tadellosen Auftritt der historischen Gruppen kümmert und dafür Sorge trägt, dass die Schützenfahne bei allen gebotenen Anlässen mitgeführt wird.
Auch Schützenkönig Reinhold Polzer bedankte sich in seinem kurzen Grußwort ausdrücklich bei den Schützenbrüdern für die umfangreiche und tatkräftige Unterstützung während des letzten Jahres.

Intensive Jugendarbeit trägt Früchte

Positiv hat sich auch der Mitgliederstand der Schützengesellschaft Rhoden entwickelt. Wie Kassierer Roland Melcher in seinem Kassenbericht feststellte, wird der Mitgliederstand im Schützenfestjahr erwartungsgemäß auf fast 600 Schützen an-wachsen. Positiv macht sich dabei auch die Jugendarbeit der vergangenen Jahre bemerkbar. Neben der bereits seit Jahrzehnten bewährten Kinderkompanie, bei der schon Nachwuchsschützen im Kindergartenalter mitmachen können, wird es zum Schützenfest auch wieder eine „Burschenkompanie“ für die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 18 geben. Diese Gruppe soll die Lücke zwischen Kinderbataillon und Erwachsenenkompanien schließen. Wie Kassierer Roland Melcher in seinen Ausführungen berichtet, ist die Bezeichnung als „Burschenkompanie“ eigentlich der falsche Begriff, denn in der Gruppe engagieren sich nicht nur Jungs. Das zeigte sich bereits bei der ersten Zusammenkunft der Gruppe, neben den interessierten Jungs auch zahlreiche Mädchen begrüßt werden konnten.

Etwas Sorgen bereitet den Rhoder Schützen die Altersstruktur der Mitglieder. Der Großteil der Mitglieder hat das 40. Lebensjahr bereits überschritten, so dass insbe-sondere die intensive Jugendarbeit zur Gewinnung neuer Mitglieder weitergeführt werden muss, so Kassierer Roland Melcher in seinen Ausführungen.

Schützenfest vom 24. bis 27. Juli 2015

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft stand jedoch die Vorbereitung des Schützenfestes, dass vom 24. bis 27. Juli 2015 gefeiert wird. Wie Claus Wetekam berichtete, wurden aufgrund der guten Erfahrung beim letzten Schützenfest wieder Arbeitsgruppen für die einzelnen Arbeitsbereiche festgelegt, die in intensiver Arbeit die einzelnen Programmpunkte vorbereiten.

So sind bereits insgesamt 14 Musikkapellen und Spielmannszüge sowie die erforderlichen Kutschen für die Festzüge bestellt. Auch der Verlauf der einzelnen Festzüge wurde bereits festgelegt. Ebenso wird das Kinderbataillon unter der Leitung von Kinderkommandeur Markus Heinemann zeitnah aufgestellt. Es wird selbstverständlich auch wieder einen Film vom Schützenfest geben. Zwischenzeitlich wurde auch der Bauantrag für den Aufbau der historischen Stadttore auf den Weg gebracht. Die Auslagerung des „Bölke Tores“ und des „Detelsheimer Tores“ aus der Lagerscheune in Dehausen erfolgt am 12.06.2015, anschließend werden die Tore am 12. und 13. Juni in der Lange Straße aufgebaut.

Eine Neuerung gibt es beim Pokalschießen. Das Pokalschießen wird diesmal nicht mit Luftgewehren, sondern mit Lasergewehren durchgeführt und findet am 2. Ausmarsch statt. Die Abstimmung bezüglich des Aufbaus des Schießstandes zur Durchführung des Laserschießens erfolgt in Regie von Malte Gerke, Helmut Oxe und Matthias Kern. Wie Schriftführer Matthias Kern dazu berichtete, steht das Schießen mit einem Lasergewehr dem Schießen mit einem normalen Luftgewehr in nichts nach. Das Königsschießen während des Schützenfestes selbst findet wie gewohnt auf dem Schießstand „Unter den Eichen“ statt.

Die Ausstattung der historischen Gruppen der Sappeure, der Torwachen und der Lanzengarde mit neuen Uniformen läuft auf Hochtouren. Ebenfalls sollen die Pagen mit neuen Kostümteilen ausgestattet werden. Die Mädchen der „Burschenkompanie“ erhalten von der Schützengesellschaft Röcke und Blusen und auch bei den „Kanoneusen“ gibt es hier entsprechende Veränderungen. Wie Zeugwart Carsten Ständecke mitteilten, sind mit dem Schützenfest 2015 nunmehr alle historischen Gruppen in neue, der Zeit zwischen 1560 und 1650 entsprechende Uniformen eingekleidet. Die Uniformen für die historischen Gruppen werden von den Landsknechten komplett selbst finanziert.

Kleiderbörse für die Schütenuniformen

Für die Schützen der vier Schützenkompanien findet am Samstag, d. 11. April von 14.00 bis 16.00 Uhr im Gemeinschaftshaus in Rhoden wieder eine Kleiderbörse statt. Hier sind alle Schützenbrüder, die eine Jacke, Hut oder Krawatte abzugeben haben, aufgefordert, diese zu diesem Termin zum Tausch oder Verkauf anzubieten. Schützenbrüder, die an dem Erwerb oder Tausch gebrauchter Uniformen interessiert sind, sollten diesen Termin ebenfalls wahrnehmen.
Für die „Schnadefahne“, die von Schützen in grüner Uniform getragen wird, wird noch ein Fahnenträger und Begleiter gesucht. Interessenten können sich gerne noch beim Vorstand melden.

Auch das Programm des Schützenfestes steht bereits fest. Erstmals wird an allen Tagen freier Eintritt in die Stadthalle gewährt. Die ersten „Werbemittel“ für das Schützenfest in Form von kleinen Flyern und Autoaufklebern wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung bereits an die Schützenbrüder ausgegeben.

Grenzbegang und Umwelttag

Demnächst stehen wieder einige Termine auf dem Programm der Rhoder Schützenbrüder. Am Samstag, d. 29. März treffen sich die Schützen zum „Früh-jahrsputz“ der Rhoder Feldgemarkung. Die Mitglieder der einzelnen Kompanien treffen sich dazu an folgenden Treffpunkten: I. Kompanie: 9:30 Uhr „Unter den Linden“ (Flüburg), II. Kompanie: 9:30 Uhr Kompanielager „Hagenstraße“, III. Kompanie: 9:00 Uhr bei Hauptmann Ingo Ludwig (Walme) IV. Kompanie: 9:30 Uhr am „Krug“. Um zahlreiche Teilnahme an der Aktion wird bereits jetzt gebeten.

Als nächster wichtiger Termin wird erstmals in der Geschichte der Schützengesell-schaft ein Grenzmarsch durchgeführt. Dabei soll die komplette Gemarkungsgrenze von Rhoden abgewandert werden. Wie Walter Bracht von der Schnadekommission in Vertretung für den erkrankten Schnadekommissionsvorsitzenden Friedhelm Gerke berichtete, ist die Wegstrecke rund 28 Kilometer lang. Gestartet wird morgens um 6 Uhr beim Schützenkönig Reinhold Polzer auf der Laubach. Auf der gesamten Wegstrecke werden insgesamt 4 Raststellen eingerichtet. Selbstverständlich müssen nicht alle Schützen die gesamte Wegstrecke ablaufen. An den Raststellen wird jeweils ein Shuttleservice eingerichtet, der müde Wanderer wieder zum Endpunkt nach Laubach bringt, wo eine große Abschlussveranstaltung stattfinden wird. Insbesondere zur Abschlussveranstaltung wünscht sich der Vorstand eine rege Beteiligung. Es ist weiterhin angedacht, diejenigen Teilnehmer, die die gesamte Wegstrecke absolviert haben, besonders auszuzeichnen.

Bereits Ende Mai startet dann die Veranstaltungsreihe der Schützenfestveranstaltungen. Am Pfingstmontag, d. 25. Mai steht der 1. Ausmarsch in Uniform auf dem Programm der Schützengesellschaft. Zu einem großen Kanonierstreffen wird am Samstag, d. 6. Juni eingeladen, wenn rund 30 Kanonengruppen mit über 400 Kanonieren ein Feldmanöver auf der Rhoder Hude abhalten. Der richtige Gleichschritt soll nochmal beim 2. Ausmarsch am Sonntag, d. 21. Juni geübt werden. Auch das Frauenbataillon soll die richtige Marschordnung beim Frauenausmarsch am Samstag, d. 11. Juli einstudieren.

Neben den eigenen Veranstaltungen nehmen die Rhoder Schützen am Sonntag, d. 12. Juli Festzug des Schützenfestes in Mühlhausen teil, bevor dann vom 24. bis 27. Juli das eigene große historische Schützenfest gefeiert wird.