Die Geschichte der Germania-Hütte auf der Rhodener Hude

Hudehütte
Die Hudehütte 2017

Im Städtischen Forst auf der Rhodener Hude befindet sich schon seit Jahrzehnten ein Sportplatzgelände. Hier wurde bis in die 50-er-Jahre hinein Feldhandball gespielt. Eine in unserer Region weitverbreitete Sportart. Aber leider nahm das Interesse für diese Sportart ab, und wie bei anderen Sportvereinen in der Umgebung nahm das Interesse am Fußballspiel sehr zu. Und mit den Jahren kam auch der Erfolg bei den Fußballspielern es TV Germania.

Und so reifte der Entschluß bei den Verantwortlichen des TV Germania, neben dem Sportplatzgelände eine Schutzhütte für die Spieler, Betreuer, Zuschauer und auch Wanderer zu errichten. Am 07.11.1973 wurde durch den TV Germania 1863 Rhoden e.V. an das Hessische Forstamt Rhoden der Antrag auf Genehmigung zur Errichtung einer Schutzhütte auf dem Sportplatz Rhoder Hude gestellt. Der Magistrat der Stadt Diemelstadt wurde ebenfalls in die Beratungen einbezogen.

Aufgrund fehlender Baugenehmigung lehnte das Forstamt Rhoden zuerst eine Zustimmung zu dem Bauvorhaben ab. Teilte aber mit gleichem Schreiben vom 09.11.1973 mit, daß bei Vorliegen der entsprechenden Baugenehmigung und dem Anpassen an das Landschaftsbild der Rhodener Hude keine grundsätzlichen Bedenken erhoben werden. Die Baugenehmigung wurde schnellstens beantragt. Und mit Schreiben vom 23.08.1974 teilte das Bauamt des LK Waldeck-Frankenberges mit, daß gegen die Errichtung einer Schutzhütte auf der Hude keine Bedenken bestehen. Bald wurde die Bauschein Nr. 11 / 1974 erstellt. Der Bau der Hütte war eine große Gemeinschaftsleitung der Mitglieder des TV Germania 1863 eV. Am 23. 11. 1974 fand in der neu erstellten Hütte eine Einweihungsfeier mit den Verantwortlichen des Vereins und den am Bau beteiligten Vereinsmitglieder statt.

hudehütte vor dem Brand
Die Hudehütte vor dem Brand 2015

Mit der Errichtung des neuen Sportplatzes auf der Rhodener Walme und der Einweihung des dazugehörigen, neuen Funktionsgebäudes im Jahre 1988 wurde die Rhodener Hude als Sportplatzgelände immer weniger genutzt. Das Gelände auf der Rhodener Hude, und somit auch die Germania-Hütte, wurde nur gelegentlich als Ausweichgelände genutzt. Der Platz diente als Veranstaltungs- und Trainingsgelände für Leichtathleten.

So kam es, dass in den Jahren 1996/ 1997 der TV Germania 1863 Rhoden e.V. die Verantwortung für die Hütte abgeben wollte und suchte nach Nachfolgern.

Als Gesprächspartner kam auch die Schützengesellschaft 1560 Rhoden e.V. in Frage. Im Vorstand wurde die Situation erörtert und der Mitgliederversammlung des Jahres 1997 vorgestellt.

 

 

Mit großer Mehrheit stimmten die Mitglieder der Übernahme der Verantwortung für die Germania-Hütte zu.

Erster Hüttenvater wurde Wilhelm Obermeier bis zum Jahr 2000. Danach erklärte sich Günter Gutschank bereit, die Aufgabe des Hüttenvaters zu übernehmen.

Seit dem Jahr 2010 zeigt sich Hermann Klaus als Hüttenvater verantwortlich.

Dann überkam die Hütte ein Unglück. Im September 2001, es war der Rhodener Viehmarkt. Am Samstagnachmittag; Sirenen heulten, Feuerwehr-Fahrzeuge rasten durch die Stadt. Am Abend hörte man was geschehen war. Brandstiftung(!!!!!), die Germania-Hütte ist abgebrannt.

Bereits im Winter des Jahres 2001-2002 wurde die Planung zum Neuaufbau an alter Stelle und in der gleichen Größe aufgenommen. Über das Jahr 2002 hinweg erfolgte der Aufbau und im März des Jahres 2003 wurde die Einweihung der neuen Hütte gefeiert.

huden_2015
Die 2015 niedergebrannte Hütte

Am 01.06.2015 brannte die Hudehütte ein weiteres Mal bis auf die Grundmauern nieder. Und dieses ausgerechnet vor der Durchführung des Kanonentreffens der Waldecker Kanoniere am 06.06.2015, welches auf der Hude bzw. an der Hütte geplant war. Ein technischer Defekt konnte dieses mal als Brandursache ermittelt werden.

Die Schützengesellschaft liess es sich jedoch nicht nehmen, dass Kanonentreffen dennoch auf der Hude im Bereich der „ehemaligen“ Hütte durchzuführen. Und dieses mit grossem Erfolg. Die geplanten Hochzeitfeierlichkeiten des damaligen Kassierers der SG Karl Heinemann jun. mussten jedoch auf eine andere Location verlegt werden.

Der Wiederaufbau der Hütte wurde bis zur Mitliederversammlung 2017, am 18.03., abgeschlossen. Der Wiederaufbau erfolgte in gleicher Größe, jedoch mit einem leicht veränderten und optimierten Grundriss. Dieses brachte den Vorteil mit sich, dass die Toiletten nun auch vom Inneren der Hütte zugänglich  sind.

Weitere Informationen zur Hudehütte sind beim Hüttenvater Hermann Klaus erhältlich.

Hüttenvater:

Hermann Klaus

Hagenstraße 11

34474 Diemelstadt-Rhoden

Tel: 05694 551